Notfall

In akut bedrohlichen Notfällen: 112!
Die Praxis erreichen Sie unter: 0451/75787

Wegen des hohen Anrufaufkommens können Sie eine Nachricht hinterlassen, falls die Mitarbeiterinnen den Anruf nicht sofort annehmen können – Sie werden kurzfristig zurückgerufen!

Unter der Woche, während der Praxis-Pausen tagsüber (außerhalb der Zeiten des ärztlichen Notdienstes) erreichen Sie uns in dringenden Fällen unter 0451/707 4416 (Mathias Rosenbaum / Dr. Alexandra Schulze-Rohr)
oder 0177/808 5785 (Dr. Ina Karschny)

Kassenärztlicher Notfalldienst 116 117 (landesweit)

Zeiten und Adressen der Anlauf-Praxen des Kassenärztlichen Notfalldienstes für Lübeck und Umgebung unter:

www.kvsh.de

Apotheken-Notdienst

http://www.luebeck.de/bewohner/buergerservice/notdienste/apotheken.html

Kinderärztlicher Notdienst

http://www.paedia.mu-luebeck.de/index.htm

Kassenärztlicher Notdienst

Anlaufpraxis der KVSH, Zentralklinikum der UKSH Lübeck
Ratzeburger Allee 160, 23562 Lübeck

Anlaufpraxis in der Sana Klinik Lübeck
Kronsforder Allee 71-73, 23560 Lübeck

Was tun bei

VERGIFTUNG – BEWUSSTLOSIGKEIT – VERBRENNUNG

Folgende Angaben sind von Bedeutung:
Wer?
Alter, Körpergewicht, Geschlecht, Telefon für Rückruf
Womit?
Arzneimittel, Lebensmittel, (Haushalts-)Chemikalie, Pflanze, Tier
Welche Symptome ?
Übelkeit, Erbrechen, Husten, Krämpfe, Benommenheit, Bewußtlosigkeit
Wann?
Wieviel?
Maßnahmen bisher?

Ist unter Umständen ein Produktinfo verfügbar, z.B. auf einer Verpackung?
Bei Lebensbedrohung sofort den Notarzt rufen: Notruf 112

Giftinformationszentrum Nord / Göttingen     0551 / 383 18-0   oder   192 40

BEWUSSTLOSIGKEIT

Stabile Seitenlage

Fehlende Atmung / kein Puls: Herz-Lungen- Wiederbelebung!

Freimachen der Atemwege
In neutraler Kopfposition fällt beim liegenden Patienten die Zunge in den Rachenraum  und verlegt die Atemwege. Um Atmung oder Beatmung zu ermöglichen muss der Kopf überstreckt werden.

Herzmassage
Richtige Haltung für Herzdruckmassage:
Ellenbogen durchgestreckt, Schultern senkrecht über Händen.
Bei der Herzdruckmassage wird das Herz durch Druck auf das Brustbein in Richtung Wirbelsäule gepresst. Dabei erhöht sich der Druck im Brustkorb und Blut wird aus dem Herzen in den Kreislauf ausgeworfen. In der Entlastungsphase füllt sich das Herz erneut mit Blut.
Als vorbereitende Maßnahme wird der Patient flach in Rückenlage auf einer harten Fläche gelagert und sein Brustkorb frei gemacht. Der Druckpunkt befindet sich in der Mitte des Brustkorbes auf dem Brustbein.
Das Brustbein wird 30-mal in Folge kurz und kräftig herunter gedrückt. Die Eindrucktiefe beträgt etwa vier bis fünf Zentimeter. Zwischen zwei Pumpstößen soll der Brustkorb komplett entlastet werden, damit sich das Herz wieder mit Blut füllen kann. Die angestrebte Frequenz der Herzdruckmassage liegt bei gut 100 Kompressionen pro Minute. Die richtige Körperhaltung erleichtert dem Helfer die Arbeit. Er kniet aufrecht neben dem Patienten, seine Schultern befinden sich senkrecht über dem Brustbein des Patienten. Der Helfer drückt rhythmisch mit dem Gewicht seines Oberkörpers, während seine Arme gestreckt und die Ellenbogen durchgedrückt sind.

Beatmung
Die Beatmung ohne weitere Hilfsmittel erfolgt als Mund-zu-Nase- oder Mund-zu-Mund-Beatmung (siehe Atemspende). Üblich in Deutschland und Europa ist die Mund-zu-Nase-Beatmung, da diese sicherer durchführbar ist. Der Kopf des Betroffenen wird dabei überstreckt. Der Mund muss bei der Mund-zu-Nase-Beatmung, die Nase bei der Mund-zu-Mund-Beatmung verschlossen werden. Das Volumen ist richtig gewählt, wenn sich der Brustkorb sichtbar hebt. Die Beatmungsphase sollte etwa eine Sekunde betragen, die Beatmung wird sofort einmal wiederholt.
Um die Hygiene zu verbessern und eventuell vorhandenen Ekel zu überwinden, gibt es verschiedene Beatmungshilfen wie Beatmungsfolien mit einem Filter und verschiedene Arten von Taschenmasken, deren Einsatz allerdings Übung erfordert. Wenn der Verdacht einer Vergiftung mit Kontaktgiften (beispielsweise Pflanzenschutzmitteln wie Parathion) besteht, sollte auf die Atemspende verzichtet werden.

Verbrennungen – Sonnenstich

Verbrennung
Kühlen ist  wichtig, am besten rund zehn Minuten lang mit fließendem, handwarmem Wasser. Fragen Sie den Betroffenen, was er als angenehm empfindet. Verbrannte Stelle nach der Kühlung mit Verbandtuch keimfrei bedecken, dann locker und ohne Druck verbinden. Bei allen Verbrennungen ist die Behandlung durch einen Arzt ratsam.
Bei Verbrennungen im Gesicht mit feuchten Tüchern kühlen, wechseln, nicht länger aufliegen lassen. Bei schweren Verbrennungen mit Blasenbildung oder bei größeren Verbrennungen muss der Rettungsdienst gerufen werden  (Notruf 112).
Wichtig: Kühlung auf die betroffenen Areale begrenzen, es kann sonst zur Unterkühlung kommen.
Keine Hausmittel wie Kühlsalben oder Mehl verwenden!
Verwenden Sie keine flüssigen Brandbeschleuniger, wie Brennspiritus, um Grillfeuer zu entfachen. Halten Sie einen Eimer mit Löschwasser in der Nähe der Grillstätte bereit. Und klären Sie Kinder ihrem Alter entsprechend über den Umgang und die Gefahren von offenem Feuer auf.

Sonnenstich
Von einem Sonnenstich spricht man, wenn der unbedeckte Kopf zu lange unter Sonneneinstrahlung stand und dadurch die Hirnhäute gereizt sind. Gefährdet sind hier vor allem Kinder und Menschen mit spärlichem Kopfhaar. Man erkennt einen Sonnenstich an hochrotem Kopf, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Nackensteifigkeit bis hin zur Bewusstlosigkeit.
Sofern die betroffene Person bei Bewusstsein ist, legen Sie sie mit erhöhtem Kopf in den Schatten und bedecken Sie den Kopf mit einem kühlen, feuchten Tuch. Gehen Sie in jedem Fall zum Arzt, wenn sich der Zustand nicht bessert. Kontrollieren Sie die Atmung und rufen Sie unbedingt den Notarzt (Notruf 112), wenn die Person bewusstlos wird.
Halten Sie sich häufig im Schatten auf und achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Vermeiden Sie zu lange Sonnenaufenthalte – vor allem in der Mittagszeit. Schützen Sie sich mit geeigneter Kleidung und bedecken Sie Kopf und Nacken.